Veronika Szary, WP vom 24.10.18

Wetter. Laufen, Weitsprung, Schwimmen, Handball, Zumba, Dart oder Tennis – die Kinder der GGS Elbschebach am Standort Wengern erwartet nach den Ferien eine sportliche Zeit, denn das Sportkarussell in Wetter dreht sich wieder. Auf dem Harkortberg durften die Schüler bereits in die erste Einheit reinschnuppern.

Reiner Chrobok von der TGH Wetter will die Drittklässler für die Leichtathletik begeistern. Los geht es mit einer Runde im Waldstadion, dann ein schneller Sprint, geschickt durch einen Parkour aus Ringen springen und wieder zurück laufen. „Das macht Spaß und ist besser als normaler Sportunterricht“, sagt Celina (9) etwas außer Atmen. Lena (8) und Ronja (8) freuen sich bei der Leichtathletik-Einheit schon besonders auf Weitsprung: „Das wird bestimmt cool.“ Doch vorher steht noch Ausdauertraining auf dem Plan. Ihr Trainer Reiner Chrobok ist von dem Projekt überzeugt: „Von so etwas wie dem Sportkarussell habe ich als Schüler nur geträumt. Wir hatten einfach normalen Sportunterricht, aber jetzt können die Kinder viele verschiedene Sportarten in kurzer Zeit kennenlernen – Das ist doch ein Traum“, sagt der Trainer. Er ist bereits seit mehreren Jahren bei der Aktion engagiert und hält das Projekt für eine Erfolgsgeschichte.

Das sieht auch Agnetha Peters vom Kreissportbund Ennepe-Ruhr so. In Wetter hat das Projekt, das mittlerweile auch in weiteren Städten stattfindet, seinen Ursprung und geht bereits in die fünfte Runde. 2013 haben sich die Sportvereine in der Harkortstadt dazu entschlossen, gemeinsam die Herausforderung „Sport im offenen Ganztag der Grundschulen“ anzugehen. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Sportvereine und Schulen, entwickelte gemeinsam mit dem Stadtsportverband sowie der Sportjugend Ennepe-Ruhr ein Sportkonzept für den Ganztag.

Sechs Übungsstunden pro Einheit

Jeweils sechs Übungsstunden absolvieren die Schüler pro Einheit und wechseln dann die Sportart. Trainer aus den verschiedenen teilnehmenden Vereinen übernehmen dann den Unterricht.

„Das Projekt ist einfach eine tolle Möglichkeit für die Kinder, verschiedene Sportarten auszutesten und reinzuschnuppern. Sie lernen auch Sportarten kennen, die sie sonst vielleicht nicht von sich aus probiert hätten wie Tennis oder Dart“, erklärt Agnetha Peters. Sie koordiniert das Programm des Sportkarussells und ist dabei auch eine Art Vermittlerin zwischen Vereinen und den teilnehmenden Schulen. Denn im Idealfall haben beide Seiten etwas davon. „Ich freue mich, wenn Kinder nach der Einheit so begeistert sind, dass sie zu uns in den Verein kommen. Aber auch wenn sie sich für einen anderen Verein entscheiden, ist das ok. Denn wenn sich der ein oder andere durch das Sportkarussell überhaupt entscheidet, regelmäßig Sport zu reiben, hat sich die Sache für mich schon gelohnt“, betont Trainer Reiner Chrobok.

Agnetha Peters freut sich, dass wieder viele Vereine bei dem Projekt mitmachen: „Bisher konnte jetzt jede Grundschule in Wetter mindestens ein mal teilnehmen, das ist schon ein Erfolg. Manche Vereine sind jedes Jahr dabei, aber es kommen auch immer mal wieder neue dazu oder Sportvereine bieten andere Angebote an“, erklärt Agnetha Peters. Dieses Jahr ist bei dem Sportkarussell in Wetter zum ersten mal das Tanzsportzentrum dabei und auch Dart ist als neues Angebot im Programm.

Worauf sich die Schüler am meisten freuen? „Ich bin im Tanzen richtig gut und freue mich schon, dabei etwas neues zulernen“, sagt Ronja (8). „Dart“, „Zumba“, „Football“ tönt es dann aus der Runde. Eines scheint schon mal sicher: Für jeden ist in dieser Runde etwas dabei.

 

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