Handball

HSG Wetter/Grundschöttel

Aus der Handballabteilung

 

Als eigentlicher Geburtstag des Handballs gilt der 29. Oktober 1917, als der Berliner Oberturnwart Max Heiser festlegte, dass das bereits 1915 von ihm für Frauen entworfene Spiel "Torball" zukünftig "Handball" heißen solle und er feste Regeln bestimmte. Mit dem Spiel wollte er für Mädchen eine Möglichkeit schaffen, sich auszutoben, da Jungenspiele, wie zum Beispiel Fußball, ihm zu körper-betont schienen. Dementsprechend war seine Zeit auch jede Art von Kampf verboten und das Spiel körperlos.

 

Zwei Jahre später entwickelte der Turnlehrer Carl Schelenz das Spiel weiter und machte es auch für Jungen und Männer attraktiv, indem er Zweikämpfe erlaubte und den Ball verkleinerte, womit er das Werfen in den Vordergrund stellte. Auch führte er das Prellen ein. Die restlichen Grundlagen, wie Spielfeld, Mannschaftsgröße und Schiedsrichter, wurden praktischerweise vom Fußball übernommen. Daraufhin wurde Handball immer beliebter, und schnell bildeten sich erste Mannschaften. Im Jahre 1921 wurde schließlich die erste deutsche Meisterschaft ausgetragen, die der TSV 1860 Spandau gewann.

In der Chronik der TGH Wetter wurde der Handballsport erstmals 1923 erwähnt. Seit 1924 wurden die ersten Meisterschaftsspiele ausgetragen.

Leider sind aus dieser Zeit keine Vereinsunterlagen vorhanden um weitere Recherchen vornehmen zu können.

Erst im Jahr 1947, nach dem Weltkrieg, wurde der Handballsport in der TGH wieder aktiv. Gespielt wurde auf dem Harkortberg in Wetter.

Die ersten Meisterschaften im Feldhandball wurden im Handballkreis Hagen/EN unter Mitwirkung der TGH Handballer durchgeführt.

Die Handballabteilung, die seinerzeit nur aus einer Mannschaft bestand, entwickelte sich rasant. Schnell musste eine zweite und später eine dritte Mannschaft gemeldet werden, um die Handballbegeisterten binden zu können.

Herausragend war lange Zeit eine erfolgreiche Jugendarbeit, die es in den 1960er Jahren bis zur Westdeutschen Fizemeisterschaft brachte.

Zahlreiche Meisterschaften auf Kreis- und Südwestfalenebene in verschiedenen Altersklassen schlossen sich an.

Aus dem Potential der Jugendmannschaften entwickelten sich logischerweise recht erfolgreiche Seniorenmannschaften, die es Anfang der 70er Jahre bis in die Verbandsliga im Feldhandball, damals die dritt höchste Klasse im deutschen Handball, schaffte. Leider konnten wir in dieser Klasse nur zwei Jahre lang mitwirken.

Jahrelang, bis 1975, als die letzte Meisterschaft im Feldhandball ausgespielt wurde, wurde das Handballgeschehen in Südwestfalen durch uns mitbestimmt.

Parallel zum Feldhandball wurden mit allen Mannschaften seit etwa 1960 auch um die Hallenhandballmeisterschaft im Kreis mitgespielt.

Da es in dieser Zeit recht wenige Sporthallen gab in denen Handball gespielt werden konnte, wurden die Meisterschaften in Turnierform durchgeführt. Diese Turniere fanden teils in der Dortmunder Westfalenhalle III statt.

In Wetter wurde seinerzeit die Sporthalle „am See“ errichtet, eine der ersten Hallen im Kreis Hagen/EN, die für Handball geeignet ist. Diese Halle wurde zu unserem Vorteil, denn jetzt konnte intensiv der Hallenhandball trainiert und gespielt werden.

Dieser Vorteil wurde dahingehend ausgenutzt, dass wieder einige Meisterschaften, vor allem im Jugendbereich, gefeiert werden konnten.

Davon profitierte wiederum auch der Seniorenbereich. Die erste Mannschaft etablierte sich auch im Hallenhandball jahrelang in der Südwestfalenliga, später Landesliga genannt.

Leider wurde in den achtziger Jahren die Jugendarbeit vernachlässigt. Es fanden sich keine geeigneten Betreuer mehr, die die Jugendlichen zum Handballsport begeistern konnten. Die Jugendlichen wandten sich anderen Freizeitaktivitäten zu oder wechselten zu anderen Trendsportarten, zumal auch die Geburtenzahlen rückläufig waren.

Später wurde die Jugendarbeit leider komplett eingestellt.

Dieses spiegelte sich auch in den Leistungsklassen der Seniorenmannschaften wider. Langsam verabschiedete man sich aus den Spitzengruppen der Meisterschaften, Abstiege waren vorprogrammiert und ältere Mitspieler verabschiedeten sich von dem Sport, sodass nach und nach Mannschaften vom Spielbetrieb zurückgezogen werden mussten.

Diese Prozedere ging leider an den wenigsten Vereinen vorbei. Auch nicht an unseren Nachbarverein, dem TuS Grundschöttel.

Um den in den 90er Jahren stagnierenden Handballsport in Wetter wieder neuen Antrieb zu verleihen und möglichst an die alten Glanzzeiten der TGH Wetter und des TuS Grundschöttel anzuknüpfen, die seinerzeit den wetterschen Handballsport in Südwestfalen erfolgreich vertraten, trafen sich die Vorstände der Handballabteilungen der TGH und des TuS Grundschöttel, um in mehreren Gesprächsrunden über eine Spielgemeinschaft nachzudenken, bzw. zu verhandeln.

Im April 1995 war es dann so weit. Die Handballabteilungen der TGH Wetter und die des TuS Grundschöttel beantragten nach mehrheitlich positiv gestimmter Mitgliederbefragung bei ihren Hauptvereinen die Gründung einer Handballspielgemeinschaft unter dem Namen 

 

„HSG Wetter/Grundschöttel“.

 

Im Mai 1995 wurden die erarbeitete Satzung sowie die Genehmigung der beiden Hauptvereine zur Gründung einer Spielgemeinschaft dem Verband zugesandt. Gemeinsam mit dem VfB Westfalia Wetter/Wengern wurde eine Jugend-Handball-Spielgemeinschaft (JHSG) Wetter ins Leben gerufen. Die Spiellizenz, die zur Teilnahme an den Meisterschaftsspielen berechtigte, wurde vom Handballverband Westfalen erteilt.

Die HSG Wetter/Grundschöttel startete ihre 1. Saison in der Spielzeit 1995/1996 mit vier Herren-Teams.

Da die jeweilige 1. Mannschaft des TuS Grundschöttel und TGH Wetter für die Kreisliga im Kreis Hagen/EN spielberechtigt waren, wurden aus beiden Teams eine neue 1. und 2. Mannschaft gebildet, die gemeinsam in der Kreisliga antraten. Die dritte Mannschaft begann in der 1. und die vierte Mannschaft in der 2. Kreisklasse.

Im laufe der Zeit mussten aus personellen Gründen eine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgenommen werden.

Im Jahre 2000 wurde die HSG um eine Damenmannschaft bereichert, die ab der Saison 2000/2001 am Meisterschaftsspielbetrieb teilnahm.

Im Frühjahr 2003 wurde durch VfB Westfalia Wetter/Wengern die gemeinsame JHSG aufgekündigt. Nach der Auflösung der JHSG wurden die Jugendlichen in die HSG integriert.

Nachweis einer erfolgreichen Jugendarbeit ist, dass die HSG für die laufende Saison 2014/2015 im Seniorenbereich drei Herren- und zwei Damenmannschaften zum Meisterschaftsbetrieb meldeten, ebenso nehmen 5 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil.

Nachdem unsere erste Herren-Mannschaft in der Spielzeit 2008/09 den Abstieg aus der Landesliga (nach sechs Jahren Zugehörigkeit) als drittletzter nicht verhindern konnte, konnte am Ende der Saison 2009/10 der direkte Wiederaufstieg aus eigener Kraft gefeiert werden. Nach nur zwei Spielzeiten erteilte uns leider in der Saison 2011/12 das gleiche Schicksal. Als drittletzter fehlte ein Punkt zum Klassenerhalt und die Mannschaft stieg ab.

Nach zwei Jahren Bezirksliga wurde die Mannschaft in der Saison 2013/14 mit drei Punkten Vorsprung Bezirksliga-Meister und stieg erneut in die Landesliga auf.

Unsere 1. Damenmannschaft belegte in der Saison 2013/14 hinter der Drittvertretung von BVB Dortmund den 2. Tabellenplatz, der zu Aufstiegsrelegationsspielen berechtigte.

Leider fehlte unseren Damen ein Tor zum Aufstieg. Ein weiteres Jahr Bezirksliga steht unserem Team bevor.

Unsere 2. Damen- und 2. Herrenmannschaft spielen in der Kreisliga Hagen/EN.

Die 3. Herren-Mannschaft ist in die 2. Kreisklasse eingruppiert.

Aktuelles aus der HSG

Waldfest 2017

HSG Wetter/Grundschöttel feiert hinter der alten Schule

HSG-Mädels egalisieren ihr Punktekonto

Den Aufwärtstrend der letzten Woche (Auswärtssieg beim TV Wattenscheid 01) konnte das HSG-Team bestätigen und erstmalig in der Spielzeit 2013/2014 zwei doppelte Punktgewinne hintereinander einfahren.